Zyxel 220-NSA Plus im Test

Heute hatte ich die Gelegenheit einen Zyxel NSA-220 Plus für einen meiner Kunden zu testen. Das Gerät selbst ist sehr stabil gebaut (Aluminium Gehäuse). Der Lüfter ist im Betrieb kaum zu hören, die Festplatten selbst sind im Betrieb sogar lauter als der Lüfter selbst.

Installation der Festplatten

Um die beiden Festplatten in das Gerät einzubauen, schraubt man die hintere Abdeckung des Geräts ab. ACHTUNG! Nicht zu fest anziehen, das dumme ist, dass die hintere Abdeckung des NSA-220 Plus fix mit dem Lüfter verdrahtet ist. Zieht man zu fest an, reisst man das Kabel des Lüfters ab! Danach schraubt man die beiden Metallschienen für die SATA-Platten ab und montiert die beiden Platten auf die jeweilige Metallschiene, steckt diese in das Gehäuse, schraubt die Metallschienen wieder an und fertig. Natürlich muss die hintere Abdeckung wieder angeschraubt werden.

Setup des NSA-220 Plus

Das Setup des NSA-220 Plus war sehr einfach. An das vorhandene Netzwerk anstecken, die IP wird per DHCP geholt und schon kann man das Webinterface aufrufen. Die beiden SATA Platten (jeweils 1 TB) habe ich als RAID1 eingerichtet, sprich sie werden von der auf dem NSA-220 Plus befindlichen Firmware gespiegelt. Die Datenübertragung über ein 100 Mbit LAN und per FTP als Übertragungsprotokoll liegt bei etwa 8 MB/sec. Das Gerät selbst hat auch einen fertig vorkonfigurierten SAMBA Server im Betrieb, d.h. die Daten können natürlich über die normale Windows Dateifreigabe transferiert werden. Das vom NSA-220 Plus erstellte Dateisystem ist ein ext3. Ich habe natürlich auch versucht, die Festplatte in einem anderen Rechner mit Linux zu mounten und siehe da! Es klappt. Die Daten können gelesen werden.

Features

Wer den NSA-220 plus neben Fileserver Ersatz auch für andere Spielchen benötigt, findet folgende Funktionalitäten im Webinterface vor:

Nützliche Features

Synchronisieren
Mittels Knopfdruck kann ein auf den 2portigen NSA-220 Plus angeschlossenes USB Device synchronisiert werden, und zwar in jeweils beide Richtungen. Echt praktisch, wenn man ein zusätzliches Backup auf eine externe Platte ablegen möchte. Leider habe ich keine Einstellung gefunden, um dies auch zeitgesteuert zu automatisieren.

Ich kann die Kopier- bzw. Synchonisitationfunktion auch auf definierte Shares des NSA-220 Plus anwenden. Sehr nützlich, wenn ich nur Videos, MP3s, etc. explizit auf das externe USB Device sichern möchte.

Automatisierter Flickr Upload

Automatischer Flickr Upload (definiert auf Shares). Hier überwacht der NSA-220 Plus definierte Shares. Gibt es neue Bilder, werden diese automatisiert auf Flickr hochgeladen. Sehr praktisch, wenn man seine Fotosammlung direkt mit Flickr abgleichen möchte. Dies spart eine Menge Zeit, da man ja ansonsten die Bilder immer manuell auf Flickr laden müsste.

Automatisierter YouTube Upload

Hier gilt das selbe wie beim automatischen Flickr Upload.

Betriebssystem des NSA-220 Plus

Leider hatte ich nicht die Zeit mich damit näher zu beschäftigen. Lt. Hersteller läuft ein Linux Derivat auf dem System. Es ist lt. diversen Internetforen relativ einfach eigenen Applikationen und Dienste auf dem System zu installieren. z.B: SSH-Server. Wie gesagt, leider fehlte mir die Zeit, das Ding musste so rasch als möglich zum Kunden gebracht werden ;-)

Fazit

Für Homeoffice und Kleinbetriebe sehr zu empfehlen. Wer auf zusätzliche Datensicherheit wert legt, sollte auf jeden Fall noch eine externe Platte an das USB-Device anschließen und nach Möglichkeit über cronjob diesen Datentransfer auf die externe Platte automatisieren.  Für € 189,– brutto und die dafür erhaltene Leistung eigentlich ein Schnäppchen.


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Comments ( 4 )

Hmmm, NSA oder NAS.
Naja um den Preis kann man nichts erwarten (Zitat: ACHTUNG! Nicht zu fest anziehen, … reisst man das Kabel des Lüfters ab! … usw).
Oida, des kann ja net dei ernst sei ;-) ))
Muss ich jetzt auf “Speak” klicken? Na schau ma mal.

Andreas Slejs added these pithy words on Jun 09 09 at 1:48 am

Hi,
wie waren die Datenraten. Vor allem, wie schnell war die Gb Lan Übertragung im Vergleich zu USB?

VG

Marco added these pithy words on Jun 09 09 at 1:43 pm

Ich habe die Durchsatzraten nur mit einer 100MBit Leitung versucht, da lag die Rate bei durchschnittlich 8 MB / sec, also die Leitung war voll ausgelastet. Ich vermute, dass das Ding bei einer 1GBit Leitung wesentlich mehr schaffen könnte, jedoch war mir die Infrastruktur nicht verfügbar (*schäm*).

Robert Erlinger added these pithy words on Jun 09 09 at 8:20 pm

Die NSA-Zyxels sind verhältnismäßig günstig und nur mit wenig Leistung ausgestattet, was den Durchsatz auch bei Gbit sehr ausbremst. 12-15MB/s sind bei der 220PLUS etwa als realistisch zu betrachten.

Onkelhotte added these pithy words on Oct 30 09 at 6:39 pm

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